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Tipps für die Waldarbeit

Sägearbeit Kerscher

Sägearbeit KerscherUnter dieser Rubrik finden Privatwald-Besitzer – oder solche, die es vielleicht werden wollen – Informationen und Tipps rund um das Thema ´private Forstwirtschaft´ und ´private Waldarbeit´. Dabei haben wir neben dem Hauptziel ´Sicherheit´ immer das Streben nach Nachhaltigkeit, das Denken an die kommenden Generationen, vor Augen. Eine Nachhaltigkeit mit besonderem Augenmerk auf die ökologische, wirtschaftliche und soziale Funktion des Waldes. Egal auf welche Art unsere Leser ihr Waldgrundstück bewirtschaften. Auch Waldliebhaber, die Brennholz machen wollen, sind hier richtig.

Schwerpunktbereiche dieser Rubrik sind: Die Sicherheit bei der Waldarbeit, das Brennholz-machen und rechtliche Informationen. Aufgrund der Fülle an Informationen, Gesetzen, Verordnungen und Themen können wir eine Vollständigkeit nicht gewährleisten.

Interessiert Sie ein Thema besonders, über das wir noch nicht geschrieben haben? Dann schreiben Sie uns bitte. Wir werden uns bemühen, Ihre Themenwünsche zu erfüllen.

Ihr

Thomas W. Kerscher

Brennholz machen – mit Sicherheit
Sicherheit
Rechtliches

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An die Zukunft denken, nicht nur an die Eigene – oder: Das Prinzip der Nachhaltigkeit

Kastanie bearb

Mit dieser Devise kann der Begriff der ´Nachhaltigkeit´ in der Forstwirtschaft gut umschrieben werden. Bereits vor einigen Jahrhunderten hatten viele Länder das Problem, dass der Bestand an Baumholz zu stark ausgebeutet worden war. Oft kam es sogar vor, dass ganze Waldgebiete aus verschiedenen Gründen abgeholzt wurden. Nicht selten forderten Kriege ihren Tribut, da Holz für verschiedene Einsatzbereiche benötigt wurde.

Die größte Gefahr: Der Mensch

So waren vor wenigen Hundert Jahren in England nicht etwa das Rot-, Rehwild oder gar die Schildlaus die größte Gefahr für die Eibe. Nein, der Mensch beutete diesen Baumbestand nahezu vollständig aus. Grund: Der Bogenbau. Da Eibenholz sich zudem ganz hervorragend zur Herstellung von Armbrüsten, Möbel oder Holzblasinstrumenten eignet, wurden gar in vielen Regionen der Erde manche Waldgebiete komplett abgeholzt. Auch in Deutschland ist die Eibe heute nur noch selten anzutreffen und wurde vom Gesetzgeber neben der Schwarzpappel unter Naturschutz gestellt.

Das Prinzip der Nachhaltigkeit

Kastanie bearbBereits im 18. Jahrhundert, im Jahre 1713, mahnte Hans Carl von Carlowitz (1645 – 1714, Oberberghauptmann aus Freiberg in Sachsen), aufgrund einer sich ankündigenden Rohstoffkrise in seinem Werk „Sylvicultura oeconomica“, immer nur soviel Holz zu schlagen, wie durch planmässiges Aufforsten und durch Anpflanzen nachwachsen konnte. Holz galt damals als wichtigster Rohstoff. Dabei sollte erreicht werden, die Ertragskraft, die Fähigkeit zur Verjüngung des Baumbestandes und Vitalität zu erhalten und zu verbessern – bei Gewährleistung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Funktionen des Waldes. Das Ziel, das von Carlowitz damit mit anstrebte : Die Rücksicht auf andere Ökosysteme.

Pflanzt man etwa heute eine Buche, so wird diese erst ab der dritt- oder viernächsten Generation des Forstwirtes, frühestens also für dessen Ur-Ur-Enkel, zur Ertragsreife anstehen. Wird die Buche nicht vorher gefällt oder wird krank, kann sie bis zu vierhundert Jahre alt und bis zu fünfzig Meter hoch werden. Eine stolze Zeitspanne im Vergleich zur durchschnittlichen Lebenserwartung des Menschen.

Wirkungen oft nicht bekannt

Der Nutzen des Waldes für Mensch und Tier kann anhand eines simplen Beispieles dargestellt werden: Eine etwa 110 Jahre alte gesunde Buche produziert über die gesamte Oberfläche Ihrer Blätter so viel Sauerstoff, wie sie etwa 10 – 12 Menschen am Tag zum Atmen benötigen.

Ob ein Wald nun als Nieder-, Mittel-, Hochwald, als Dauer- oder als Plenterwald bewirtschaftet wird: Mit im Vordergrund sollte immer der Gedanke an die kommenden Generationen stehen, – die Nachhaltigkeit. Damit die Bäume auch morgen noch kraftvoll wachsen können!

Thomas Kerscher, Herausgeber Waldliebhaber.de