Alle Artikel in: Unsere Waldbäume

Diese Kastanienallee ist nicht mehr zu retten

Kastanienbäume im Dauerpech

Seit Jahren setzt der Kastanie die Miniermotte zu: Ist die Kastanie befallen, vertrocknen und fallen ihre Blätter oft schon im Juli ab. Mit Hilfe von Laubsammlungen versucht die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) den Vermehrungszyklus der Motte zu unterbrechen. Jetzt gibt es eine weitere Hiobsbotschaft für den beliebten Baum: ein gefräßiges Bakterium [Pressemitteilung der SDW].

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Sommer im Wald: Auch die Bäume schwitzen

Es ist zwar erst acht Uhr morgens, trotzdem hat es draußen schon gefühlte 30 Grad. Als mein Hund Lucy und ich endlich den Waldrand erreichen, machen wir im Schatten des ersten Baumes, einer alten Eiche, eine kurze Pause. Mir steht der Schweiß ins Gesicht geschrieben, Lucy hechelt. Madame „alte Eiche“ hat die Ruhe weg. Ganz cool steht sie da und spendet uns Schatten. Als ich wieder zuhause bin – Lucy liegt immer noch hechelnd auf dem kalten Fliesenboden, ich trinke erst mal ein großes Glas Apfelsaftschorle – beginne ich zu recherchieren. Und zu experimentieren. [Ein Gastbeitrag von Julia Ehmer]

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Am Wasser gebaut – Die Weide

Als ständiger Begleiter von Bach-und Flussläufen zieren Weiden die heimischen Auen. Hierbei handelt es sich zumeist um die Silberweide. Sie zählt zu den Weidengewächse und ist als solche nur eine unter vielen. Denn die Weide gehört zu den arten- und formenreichsten Holzgewächsen überhaupt. Unter dem Begriff Weide vereinen sich ca. 350 bis 500 Arten, die Dimensionen von Kleinststräuchern bis hin zu stattlichen Bäumen erreichen können.

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Das Grün der Stadt – Der Spitzahorn

Der Spitzahorn ist in städtischen Begrünungsprogrammen oft die erste Wahl. Dem entsprechend häufig trifft man ihn in Grünanlagen oder als Alleebaum an. Durch seine Widerstandsfähigkeit gegenüber industriellen Emissionen und Abgasen bietet sich der Spitzahorn hierfür besonders an. Doch auch im Waldbau und als Rohstoff gewinnt er zunehmend an Attraktivität. Die handförmigen, fünfgliedrigen Blätter sind stumpf und rund eingebuchtet und laufen an den Gliedern jeweils spitz zu. Als gefallenes Laub zersetzen sie sich besonders schnell und bilden somit eine nur geringe Belastung für den Waldboden. Die Früchte des sommergrünen Spitzahorn sind stets paarweise gegenüber angeordnet. Die kleinen Nüsschen die im Herbst abfallen sind jeweils mit einer Art kleinen Flügel versehen. Speziell geformt, gleiten und schrauben sie sich durch den Herbstwind zu Boden, wo sie letztendlich auskeimen. Der 20 bis 30 Meter hohe Spitzahorn ist in Mitteleuropas gemäßigtem kontinentalen Klima heimisch. Neben seinen von Menschenhand bestimmten Standorten, findet man den Spitzahorn zumeist in Laubmischwäldern zusammen mit Linden, Eschen, Stein-Eichen und Ulmen. Aufgrund der häufigen Nutzung durch den Menschen entstanden über die Jahre jedoch auch viele Zuchtformen des …

Tanne

O Tannenbaum, wie groß sind deine Stämme

Ihr regelmäßiger Wuchs und ihr immergrünes Nadelkleid machen die Tanne und im Speziellen die Nordmanntanne zum Weihnachtsbaum Nummer 1. Weltweit existieren 47 bekannte Tannenarten. Die einheimische Weiß-Tanne gilt als größter Baum europäischer Wälder. Diesen Titel trägt sie auf Grund ihrer potentiellen Höhe von bis zu 70 Metern. Tannenarten auf anderen Kontinenten können bis zu 90 Meter messen, einen Stammdurchmesser von 2-3 Metern haben und bis zu 800 Jahre alt werden.

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Alt wie ein Baum – Die Eiche

Die Eiche gehört zu den langlebigsten heimischen Baumarten. Weltweit sind ca. 300 Eichenarten bekannt, wovon zum Beispiel die Stieleiche, die Steineiche und die Traubeneiche (Baum des Jahres 2014: Die robuste Trauben-Eiche) in Deutschland anzutreffen sind. Mit bis zu 1000 Jahren erreicht sie ein Alter, auf das so manche andere Baumart neidisch wäre. Allgemein ist die sommergrüne Eiche ein extrem robuster Baum. Bodentolerant und meist anspruchslos erreicht sie Höhen von bis zu 40 oder sogar 50 Metern. Die Eiche ist in der europäischen Geschichte seit jeher ein Baum von großer Bedeutung. Wegen ihrer starken und knorrigen Äste, der tief zerfurchten Borke, ihrer Größe und ihrer Stand – und Wehrhaftigkeit wurde die Eiche bereits zu Zeiten der Germanen dem Gott Donar geweiht. Des Weiteren steht sie für Werte wie Heldentum, Weisheit, Wahrheit und Treue. So finden sich Eichenblätter oder Eicheln, die Früchte der Eiche, im Laufe der Jahre auf zahlreichen Wappen und Münzen wieder. Die Blätter der Eiche erkennt man an ihrer eindeutig zuordenbaren Form. Sie sind 7-12 cm lang, 8 cm breit und haben 5-7 lappenartige …

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Heimischer Riese – Die Rotbuche

Mit bis zu 300 Jahre alten Exemplaren bevölkert die Rotbuche, oft auch nur Buche genannt, die Wälder und Parks Deutschlands und der gesamten nördlich gemäßigten Zone. Sie ist die am häufigsten auftretende Laubbaumart in deutschen Wäldern. Mit einer Höhe von 30 bis 45 Metern und einem Stammdurchmesser von bis zu zwei Metern kann die Rotbuche zu einer imposanten Gestalt gelangen.

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Die Natur als Vorbild [Ein Beitrag von Thomas Kerscher, Herausgeber Waldliebhaber.de]

Ein sonniger Sonntag im Januar des Neuen Jahres. Wir wandern durch ein Waldgebiet, das an Bad Wörishofen angrenzt, immer die Silhouette der Alpen im Blick. „Da, schau mal, da hat jemand Autoreifen im Wald entsorgt!“, ruft meine Liebste. „Ui, das sind ja gar keine Autoreifen“, schiebt sie schnell hinterher. „Das sind ja, das sind – Wurzeln, oder so!“ Schon verlässt sie den Wanderweg und biegt ab in Richtung ihres ´Fundstückes´. Auch ich bin nun aufs Äußerste gespannt, was sie da gefunden hat und stapfe meiner Liebsten nach.

- Trauben-Eiche

Baum des Jahres 2014: Die robuste Trauben-Eiche

So schön kann doch kein Baum sein? Doch, das kann er! Beziehungsweise „sie“ kann das. Denn beim neu gewählten Baum des Jahres handelt es sich um die sogenannte „Trauben-Eiche“. Und diese Eichengattung ist nicht nur besonders schön, sondern sie hat dazu noch viele andere gute Eigenschaften, die sie zu einem ganz besonderen Baum machen. Für die Forstwirtschaft beispielsweise ist sie einer der wertvollsten Bäume, weil ihr Holz außergewöhnlich hart und haltbar ist. Aber auch in der Tierwelt spielt  der starke Baum eine wichtige Rolle. Kein Wunder also, dass das Stiftungs-Kuratorium „Baum des Jahres“ das attraktive Gewächs zur Wahl vorgeschlagen hat. Stiftungspräsident Dr. Silvius Wodarz ist diesem Vorschlag gefolgt und so wurde die Trauben-Eiche jetzt im Oktober zum „Baum des Jahres 2014“ ausgerufen.