Alle Artikel in: Unsere Waldpflanzen

Die Mistel besiedelt Laub- und Nadelbäume.

Die Mistel: ein geheimnisvoller Schmarotzer

Irgendwie mystisch, diese runden Nester zwischen den Ästen, schon lange bevor den Baum eine dichte Krone schmückt. Kein Wunder, dass die Mistel schon immer für Wirbel sorgte: Gefragt war sie als Glücksbringer, zur Abwehr von bösen Geistern und als Heilmittel. Asterix und Obelix machte sie als Zutat des Zaubertrunks sogar unbesiegbar. Was wir wirklich über die Mistel wissen.

Efeu Kletterer

Ranker – Die Klettertechnik ist entscheidend! [Ein Gastbeitrag von Naturschützer Thomas Engst]

In Sachsen zeigte sich der Herbst von seiner schönen Seite. In herrlichem Sonnenschein zog es mich raus aus den vier Wänden und rein in den Wald. Unterwegs fiel mein Blick auf mit Efeu bewachsene Ahörner und Linden. So kam es mir in den Sinn mal etwas über diesen Ranker zu schreiben. In der Botanik oder Vegetationskunde unterscheidet man die Kletterpflanzen nach ihren Klettertechniken. [Ein Gastbeitrag von Thomas Engst, Naturschützer]

Deutschlandpilz

Der Wald zeigt Flagge!

Schwarz-Rot-Gold dominiert. Nicht nur Zeitungen und soziale Medien feiern seit Sonntag ihren Weltmeister, auch der Wald präsentiert sich vielerorts entzückt von den Leistungen der Deutschen Nationalmannschaft – mit flaggenähnlichen Gewächsen auf den Stämmen vieler Bäume. Doch: Die weltmeisterliche Idylle trügt. Das schmucke Deutschland-Accessoire schadet Fichte und Co. Ungenießbar ist es obendrein.

- Bärlauchfeld am Waldboden

Lecker, aber nicht ganz ungefährlich: Bärlauch aus dem Wald

Viele Menschen zieht es in diesen Tagen nicht nur zum Spazieren in den Wald, sondern weil sie etwas ganz Bestimmtes suchen: frischen Bärlauch. Wer es auf die gesunden, knoblauchartig duftenden und schmeckenden Blätter des Bärlauch abgesehen hat, sollte allerdings zu seinem Schutz und zum Schutz des Waldes einige Regeln beachten. Auch der baden-württembergische Verbraucherminister Alexander Bonde hat den Sammlern jetzt zur Vorsicht geraten, denn die Blätter des Bärlauch können leicht mit denen anderer giftiger Pflanzen verwechselt werden.

- Hagebutten im Herbst

Sagt, wer mag das Männlein sein … Eine kleine Liebeserklärung an ein kleines Früchtchen

  Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm,Es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um.Sagt, wer mag das Männlein sein,Das da steht im Wald alleinMit dem purpurroten Mäntelein. Das Männlein steht im Walde auf einem BeinUnd hat auf seinem Haupte schwarz Käpplein klein,Sagt, wer mag das Männlein sein,Das da steht im Wald alleinMit dem kleinen schwarzen Käppelein? August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1843)

Pilz klebriger Hoernling 2

Der Klebrige Hörnling: auffallend unspektakulär

Der Klebrige Hörnling macht durch leuchtendes Orange auf sich aufmerksam. Der Pilz wächst vorzugsweise an abgestorbenem Nadelholz. Er ist leicht zu verwechseln mit einer Koralle, einem Pilz aus der Gattung Ramaria. Den Klebrigen Hörnling kann man zwar essen – auch wenn er schwer verdaulich ist, aber eigentlich tut das niemand. Wenn der Pilz in der Gastronomie verwendet wird, dann zu Dekorationszwecken.

Johannisbeeren

Genuss ohne Reue – Waldbeeren pflücken leicht gemacht

Wer von uns hat im Wald noch nicht von verführerischen Heidelbeeren oder Brombeeren genascht? Oder sich über die köstlichen Walderdbeeren gefreut, die sogar als Heilmittel gelten? Gerne darf es auch einmal ein bisschen mehr sein. Das Sammeln der Beeren ist zwar manchmal ganz schön mühselig, die Arbeit lohnt sich jedoch allemal: Die wilden Beeren sind besonders aromatisch und stecken voller gesunder Vitamine.