Alle Artikel in: Gastbeiträge

Knospe der Gemeinen Esche (Fraxinus excelsior)

Winterwald: Es rappelt in den Knospen

Geht man dieser Tage durch den Wald, so bietet sich einem ein eher trübes Bild. Vorbei sind die Zeiten der knalligen bunten Farben. Jetzt wird die Landschaft von Grau- und Brauntönen bestimmt. Fragt man die Menschen nach dem Grund dafür, so hört man nicht selten die langläufige Meinung, dass die Natur jetzt schlafe und sich auf den Frühling vorbereitet. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. So etwas wie schlafen kennt Mutter Natur nicht. Die scheinbare Ruhe ist nur oberflächlich. Schaut man sich die Bäume und ihre Knospen an, so erkennt man, dass es mächtig rappelt im Wald. [Gastbeitrag von Thomas Engst]

Zecken können beim Biss die Erreger der Borreliose übertragen

Zeckenstich-Borreliose: Petition zum Schutz von Patienten

Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Infektionskrankheit. Gleichzeitig fehlt es nach Ansicht des ´Aktionsbündnis gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e.V.´ bei dieser Multi-Organ-Erkrankung an allem, was medizinisch notwendig ist. Es fehlen spezialisierte Ärzte, es gibt keine zuverlässige, standardisierte Diagnostik, keinen Impfstoff, keine sicher heilende Therapie und zu wenig Forschung. Borreliose wird häufig zu spät entdeckt, sie verläuft oft langwierig und schwerwiegend; viele Betroffene landen in der Frühverrentung. Aktuell läuft eine Online-Petition zum Schutz der Borreliose-Patienten. [Gastbeitrag von Ulrike Schneider]

Waldfriedhof München

Waldfriedhöfe – neue Konzepte gegen starre Formen [Ein Gastbeitrag von Kristina Rickmers]

Die Idee, die letzte Ruhestätte im Einklang mit der Natur und somit aus der Geometrie traditioneller Friedhöfe auszubrechen, ist keineswegs ein neuer Gedanke, so wie man in Zeiten geschärften Umweltbewusstseins vermuten könnte. Der Waldfriedhof in München ist der erste Friedhof in Deutschland, der dieses Konzept umsetzte. Mittlerweile hat der Waldfriedhof eine beeindruckende, weitläufige Größe von 170 Hektar erreicht. Auch in der Hauptstadt Berlin befinden sich in den Bezirken Steglitz-Zehlendorf und Treptow-Köpenick insgesamt vier Waldfriedhöfe. Ein weiterer, großer Waldfriedhof, ist der des Hauptfriedhofes in Koblenz. Die Besonderheit dort ist das Arboretum und ein Baumlehrpfad.

Nadelwald

Waldinvestments – nicht zwangsläufig eine grüne Sache

Eine aktuelle Studie der Tropenwaldstiftung OroVerde und dem Gobal Nature Fund (GNF), gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie dem Bundesamt für Naturschutz, hat ergeben, dass der Erwerb von Finanzprodukten, die in Wald investieren, durchaus kritisch zu beurteilen ist. [Ein Gastbeitrag von Norbert Hache, Rechtsanwalt, Berlin]

Biber 2

Wo die Natur noch in Ordnung ist – Ein Biber bei uns zu Besuch [Ein Gastbeitrag von Christine Edenhofer aus Parnkofen]

Wir wohnen am Dorfrand, vor unserem Haus befindet sich ein Weiher, ein kleines Biotop. Von Zeit zu Zeit besuchen uns Wildenten. Letztes Jahr brüteten sie vierzehn Eier aus, – unterm Gestrüpp ohne Angst vor unserem Hund. Wenn sie dann auf dem Wasser schwimmen, erfreuen sich die Dorfbewohner über den süßen Anblick. Einige kleine Entlein verschwinden über Nacht, vielleicht ist der Fuchs oder ein Marder schuld daran… Später ziehen die Übriggebliebenen weiter.

- Panorama Garten der Artenvielfalt

Una „foresta commestibile“ in Trentino

La provincia di Trento è famosa per la ricchezza della sua flora e fauna. Grazie all’incontro del clima alpino con quello mediterraneo si è evoluta una biodiversità unica nell’arco alpino. Durante gli ultimi secoli anche le attività dell’ uomo hanno contribuito a creare nuove “nicchie biologiche” per piante ed animali che si trovano solo qui. Nelle valli Trentine si sono conservate sopratutto specie uniche di frutta e verdura. Un esempio molto bello dal Trentino ci descrive l’autore ospite Simon Margesin con il „Giardino della Biodiversità.

- Panorama Garten der Artenvielfalt

Im italienischen Trentino: Ein Waldgarten zum „Anbeißen“

Die Mittelgebirge der Italienischen Provinz Trentino sind für ihren Artenreichtum bekannt. Üppige Kiefern-, Nadel- und Mischwälder haben sich seit der letzten Eiszeit ausgebreitet und die fruchtbaren Gletschertäler mit einer einzigartigen Flora und Fauna übersät. Früh hat auch der Mensch angefangen diesem Naturparadies Grund abzugewinnen, was zu einer Jahrhunderte langen Symbiose von Wald, Wiesen und Streuobstanlagen geführt hat. In dieser Symbiose haben sich wieder neue Lebensformen wie Wildblumen, aber vor allem unzählige robuste Obstsorten entwickelt, durch Selektion, aber oft auch durch reinen Zufall. Ein besonders schönes Beispiel aus dem italienischen Trentino, einen „Garten der Artenvielfalt“, stellt uns Gastautor Simon Margesin vor.