Monate: Juli 2014

Baumgrenze

Haben Bäume Höhenangst?

Auf einer Höhe von 2000 Meter findet man in den Alpen keine Bäume mehr – zumindest auf der Nordseite. Die mutigsten Exemplare wagen sich hier auf knapp 1900 Meter vor. Geschlossene Nadelwaldbestände findet man bis maximal 1700 Meter. Laubbäumen ist es bereits ab 1300 Meter zu hoch. Dass im Hochgebirge keine Bäume wachsen, hat allerdings nichts mit schwindelerregenden Höhen zu tun. Aber woran liegt das?

Kiefernwald

Tipps: So können Sie einen Waldbrand vermeiden

Im Hochsommer ist die Waldbrandgefahr am größten. Vergangenes Jahr registrierten die Behörden 515 Brände in Deutschland, 207 davon allein im Monat Juli. Das ist nicht nur der Hitze und der Trockenheit geschuldet, weiß Michael Rolland, Geschäftsführer der AGDW – Die Waldeigentümer „Etwa 95 Prozent aller Waldbrände entstehen durch den Menschen – sei es vorsätzlich durch Brandstiftung oder indirekt infolge von weggeworfenen Zigarettenstummeln.“ Wer ein paar Verhaltensregeln befolgt, bringt den Wald, seine Tiere und Besucher sowie die Existenz der Waldbesitzer nicht in Gefahr. [Pressemitteilung AGDW]

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Sommer im Wald: Auch die Bäume schwitzen

Es ist zwar erst acht Uhr morgens, trotzdem hat es draußen schon gefühlte 30 Grad. Als mein Hund Lucy und ich endlich den Waldrand erreichen, machen wir im Schatten des ersten Baumes, einer alten Eiche, eine kurze Pause. Mir steht der Schweiß ins Gesicht geschrieben, Lucy hechelt. Madame „alte Eiche“ hat die Ruhe weg. Ganz cool steht sie da und spendet uns Schatten. Als ich wieder zuhause bin – Lucy liegt immer noch hechelnd auf dem kalten Fliesenboden, ich trinke erst mal ein großes Glas Apfelsaftschorle – beginne ich zu recherchieren. Und zu experimentieren. [Ein Gastbeitrag von Julia Ehmer]

Deutschlandpilz

Der Wald zeigt Flagge!

Schwarz-Rot-Gold dominiert. Nicht nur Zeitungen und soziale Medien feiern seit Sonntag ihren Weltmeister, auch der Wald präsentiert sich vielerorts entzückt von den Leistungen der Deutschen Nationalmannschaft – mit flaggenähnlichen Gewächsen auf den Stämmen vieler Bäume. Doch: Die weltmeisterliche Idylle trügt. Das schmucke Deutschland-Accessoire schadet Fichte und Co. Ungenießbar ist es obendrein.

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Der Fuchs, der lässt das Jagen nicht – Eine abendliche Begegnung

Montagabend, mitten in den Tegernseer Bergen, gegen 21 Uhr, es dämmerte schon spürbar. Ich hatte das Fenster meines im Erdgeschoss gelegenen Gästezimmers weit geöffnet, um meine Lungen mit der frischen und klaren Berg- und Waldluft vollzupumpen. Ein Schatten näherte sich von rechts, etwa fünf Meter von meinem Fenster entfernt. „Hui, ein Hund, der ein Spielzeug mit sich im Maul herumträgt.“  schoss es mir in den Sinn. Aber irgendetwas war anders an diesem ´Hund´.

Schwalbenschwanz-Paar

Liebe kann blind machen – Wie wir zwei sich liebende Schwalbenschwanz-Falter vor dem Ertrinken retteten

Liebe macht blind – Dieser alte Spruch wurde uns am vergangenen Sonntag während unserer Kanufahrt auf dem Lech plastisch vor Augen geführt. Kurz vor dem Anlegen an einer seichten Uferstelle am Waldesrand fiel uns ein noch leicht flatterndes Etwas auf der Wasseroberfläche auf. Beim näheren Hinsehen, wir paddelten vorsichtig näher, sahen wir, dass es sich um zwei miteinander verschlungene Schmetterlinge handelte. Es waren, wie sich später herausstellte zwei Prachtexemplare der Gattung ´Papilio machaon´, auf Deutsch Schwalbenschwanz-Falter. Die beiden, offensichtlich unvorsichtig während ihres Liebesakts, mussten von einem der nahen Schilfhalme ins Wasser gefallen sein.

Naturbelassener-Wald

Darum riecht der Wald nach Wald

Augen zu und sich ganz auf die Nase konzentrieren. Wie riecht er, der Wald? Irgendwie erdig. Ein bisschen modrig. An manchen Stellen auch nach Pilzen, Tannennadeln oder nach frischem Holz. Der Waldduft hat viele, ganz unterschiedliche Komponenten. Um den Hauptverantwortlichen zu finden, muss man allerdings ein bisschen graben. Und ganz genau hinsehen.

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Am Wasser gebaut – Die Weide

Als ständiger Begleiter von Bach-und Flussläufen zieren Weiden die heimischen Auen. Hierbei handelt es sich zumeist um die Silberweide. Sie zählt zu den Weidengewächse und ist als solche nur eine unter vielen. Denn die Weide gehört zu den arten- und formenreichsten Holzgewächsen überhaupt. Unter dem Begriff Weide vereinen sich ca. 350 bis 500 Arten, die Dimensionen von Kleinststräuchern bis hin zu stattlichen Bäumen erreichen können.