Monate: Februar 2014

- Damwild

Leicht zu verwechseln: Wildtiere aus der Hirsch-Familie

Sie denken, das sei ein Reh? Leider nein. Das hier ist eine Damhirschkuh. Zu erkennen an den weißen Flecken auf dem hellbraunem Fell. Aber trotzdem haben Damwild und Reh einiges gemeinsam: Sie gehören beide zur Familie der Hirsche. In diese Familie gehören beispielsweise auch Elche, Rentiere und Rotwild. Damhirsche paaren sich übrigens immer ab Mitte oder Ende Oktober bis Anfang November. Die Tragezeit beträgt dann ca. 32 Wochen. Es wäre also gut möglich, dass die Damhirschkuh auf unserem Foto zwischen Juni und Juli ein Kälbchen zur Welt bringt.

- Professor Dr. Ralf Roth, Deutsche Sporthochschule Köln, Roland Schöttle, Naturpark Südschwarzwald, Minister Alexander Bonde, MLR, Thorsten Rudolph, Geschäftsführer Hochschwarzwald Tourismus GmbH mit dem MTB-Handbuch und neuem MTB-Schild

„Mountainbike-Handbuch“ im Schwarzwald vorgestellt

In Baden-Württemberg ist jetzt das neue „Mountainbike-Handbuch“ der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Mit ihm haben Interessierte zukünftig einen Leitfaden zur Entwicklung von neuen Mountainbike-Strecken und -Trails in der Hand. Das Handbuch, an dem mehrere Projektpartner beteiligt waren, wurde vergangene Woche bei der Besichtigung eines Mountainbike-Trail-Modellprojektes in Hinterzarten (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) vorgestellt. Auch Verbraucherminister Alexander Bonde sagte seine Hilfe zu: „Das Land setzt sich dafür ein, dass örtlich angepasst mehr Trails für Mountainbiker eingerichtet werden können“, so Bonde. Der Schwarzwald ist eines der größten und beliebtesten Mountainbike-Reviere nördlich der Alpen. Nach Angaben des Naturpark Südschwarzwald soll allein im Naturpark innerhalb der nächsten drei bis vier Jahre das komplette MTB-Netz erneuert und dabei aktuelle Qualitätskriterien berücksichtigt werden. Die Pressemitteilung des Naturparks im Einzelnen.

- Sonderbriefmarke "Weltnaturerbe der UNESCO: Alte Buchenwälder Deutschlands"

Sonderbriefmarke: Herbstlicher Buchenwald Mecklenburg-Vorpommerns verewigt

Das „Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern“ hat jetzt eine neue Sonderbriefmarke UNESCO-Buchenwälder vorgestellt. Auf der Briefmarke ist ein herbstlicher Buchenwald Mecklenburg-Vorpommerns zu sehen. Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz in Mecklenburg–Vorpommern hat die Briefmarke „Weltnaturerbe der UNESCO: Alte Buchenwälder Deutschlands“ vergangene Woche im Schloss Hohenzieritz der Öffentlichkeit präsentiert.

- Blick Havel

„Auf Försters Wegen“ in Berlin: Wald-Wanderbücher von Thorsten Wiehle

„Ja, wir radeln wie der Wind durch den Grunewald geschwind …“. Auch wer selbst noch nie durch den Grunewald geradelt ist – Dank Cornelia Froboess und ihrem 50ger-Jahre-Schlager „Pack die Badehose ein“, hat inzwischen wohl jeder von dem schönen Berliner Grunewald gehört. Aber nicht nur Berliner zieht es dorthin, sondern viele Menschen aus dem In- und Ausland. Das idyllische, 3000 Hektar große Erholungsgebiet kann man – wie Conny Froboess – geschwind in Richtung des Strandbades Wannsee durchradeln oder aber man geht zu Fuß „Auf Försters Wegen“. Der Berliner Autor Thorsten Wiehle von den Berliner Forsten hat wundervolle Rad- und Wandertouren entdeckt, fotografiert und aufgeschrieben. Übrigens führen seine Wege nicht nur durch den schönen Grunewald, sondern auch durch einige andere lauschige Berliner Wälder. Bei seinen Beschreibungen gelingt es Thorsten Wiehle ganz nebenbei, tiefe Einblicke in die Natur zu vermitteln. Das erste „Berliner Wald-Wanderbuch“ ist im Dezember 2011 erschienen. Inzwischen gibt es bereits das zweite Wald-Wanderbuch. Beide Bücher wurden 2013 überarbeitet und neu aufgelegt. Wir haben mit Thorsten Wiehle über seine „Berliner Wald-Wanderbücher“ gesprochen:

- Deutschland spielt Vorreiterrolle beim Kampf gegen Waldzerstörung

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: „Deutschland spielt Vorreiterrolle beim Kampf gegen illegalen Holzeinschlag“

Im Kampf gegen die Waldzerstörung liegt Deutschland weltweit ganz vorn. Darüber hat jetzt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in einer Pressemitteilung vom 18. Februar informiert. Demnach hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft eine Gruppe von Behördenvertretern aus den USA, Australien und Interpol nach Hamburg eingeladen. Dort wird sich die internationale Delegation über die nationale Arbeit zur Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags informieren.

- Chris Gurk und Christian Hepp von "baumkunde.de"

Waldliebhaber-Portrait: Die „Baumkunde.de“-Macher Christian Hepp und Chris Gurk

Geht es Ihnen nicht auch manchmal so? Sie laufen durch den Wald, sehen einen interessanten oder schönen Baum, und es will Ihnen partout nicht einfallen, was das für ein Baum sein könnte. Zu wissen, welche Natur einen umgibt, ist von unschätzbarem Wert – für uns und für die, die nach uns kommen. Viele Menschen, ob Naturliebhaber, Wanderer oder beruflich mit der Natur Beschäftigte, haben aus der sogenannten „Dendrologie“, der Lehre von den Bäumen und Gehölzen, ein Hobby oder sogar eine Leidenschaft gemacht. Der Jurist Christian Hepp und Geologe Chris Gurk, die die nichtkommerzielle Seite „Baumkunde.de“ bereits seit zehn Jahren erfolgreich betreiben, darf man sicher zu diesen Menschen zählen – ein Interview mit den beiden Waldliebhabern und „Hobby“-Dendrologen auf hohem Niveau.

- Grindenpflege im Nationalpark Schwarzwald

Alle Hände voll zu tun im neuen Nationalpark Schwarzwald

Im frischgebackenen Nationalpark Schwarzwald ist derzeit eine Menge los: Schon werden in der Managementzone des Parks die sogenannten Grinden, Schwarzwald-spezifische, fast baumfreie Feuchtheiden, wieder freigestellt. Und die Mitglieder des Nationalpark-Rats haben sich zu ihrer ersten konstituierenden Sitzung zusammen gefunden. Und auch der Aufbau der jungen Nationalparkverwaltung ist im vollen Gange … das derzeit 40-köpfige Team des Nationalparks hat alle Hände voll zu tun. Aber auch im Naturschutzzentrum Ruhestein, das vorläufig noch weiter besteht, läuft derzeit alles auf Hochtouren, damit man den Bürgern der Region auch weiterhin ein attraktives Veranstaltungsprogramm bieten kann. Mit einem rund eineinhalb-stündigen Bildervortrag über indische Nationalparks startet man am kommenden Freitag in die Saison. Die Mitteilungen des Nationalparks im Einzelnen.

- Schönes Grün, aber trotzdem keine Pflanze

Es „grünt“ so grün: Trotzdem sind Flechten keine Pflanzen

Auch wenn sie noch so schön „grünen“, als Pflanzen kann man die Flechten im Grunde nicht bezeichnen. Vielmehr sind sie eine eigene Lebensform: Eine symbiotische Lebensgemeinschaft aus Pilz und Alge, die beiden nützt. Wenn man Flechten in eine Schublade einsortieren möchte, dann zu den Pilzen. Allerdings nehmen sie dort eine Sonderstellung ein. Denn sie sind ein Zusammenschluss von artverschiedenen Organismen, die sich gegenseitig unterstützen. Die Alge kann Fotosynthese betreiben und liefert dem Pilz damit die für ihn wichtigen Kohlenhydrate. Das Pilzgeflecht wiederum schützt die Alge vor intensiver Sonneneinstrahlung und damit vor Wasserverlust. Dieser Alge-Pilz-Zusammenschluss macht die Flechte zu etwas ganz Besonderem. Als Doppelorganismus verfügt sie über Eigenschaften, die weder Algen noch Pilze alleine besitzen.

- Kinder in Aktion beim Schulwandern

Schulwandern: Ein neues Projekt des Deutschen Wanderverbands

Wie kann man das Wandern an den Schulen etablieren und Schüler wie Lehrer damit gleichzeitig für die biologische Vielfalt sensibilisieren? Diese Frage und dieser Wunsch stehen hinter einem neuen Projekt, das der Deutsche Wanderverband (DWV) zusammen mit der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz initiiert hat. Es trägt den programmatischen Titel „Schulwandern – Draußen erleben. Vielfalt entdecken. Menschen bewegen“ und hat sein Vorbild unter anderem in der norwegischen „Uteskole“: „Uteskole“ heißt „Draußenschule“ und dahinter steckt eine Schulform, bei der Schüler einmal wöchentlich nach draußen gehen und sich dort mit der Bedeutung und Schutzwürdigkeit biologischer Vielfalt auseinandersetzen. Die Pressemitteilung des Deutschen Wanderverbands mit den Einzelheiten.

- Moose können viel Feuchtigkeit speichern

Ohne Moos nichts los: Für den Wald sind Moose ein wichtiger Wasserspeicher

Moose sind nicht nur schön anzusehen. Die dicken grünen Teppiche erfüllen im Wald eine wichtige Funktion. Fast wie ein Schwamm speichern und filtern sie das Regenwasser. Sie können das Vier- bis Siebenfache ihres eigenen Gewichtes aufnehmen. Die gespeicherte Flüssigkeit geben sie dann nach und nach an den Waldboden ab, so dass dieser nicht austrocknen kann. Moose sind also ganz erstaunliche Gewächse und die Mooskunde eine Wissenschaft für sich.