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Waldliebhaber-Portrait: Die neue Kastanienprinzessin Melanie I.

- Annweiler Trifelsland: Melanie I., die 10. Keschdeprinzessin

 - Annweiler Trifelsland: Melanie I., die 10. KeschdeprinzessinDas Trifelsland in der Südpfalz hat seiner Liebe zur Esskastanie, der „Keschde“, wieder eine besondere Ehre zuteil werden lassen: beim vergangenen „Keschdefest“ in Annweiler am Trifels kürte es bereits zum 10. Mal seine neue Keschdeprinzessin, übrigens die einzige in ganz Deutschland: Die aus Annweiler stammende Melanie Leiser, 17 Jahre alt und Schülerin am Trifelsgymnasium in Annweiler. Seit sie die Schärpe von ihrer Vorgängerin, Selma I., überreicht und die Kastanienkrone aufgesetzt bekommen hat, ist es ernst geworden mit den königlichen Pflichten: ab sofort repräsentiert Melanie I. die Kastanienregion ihrer Heimat, den Pfälzerwald und die Südliche Weinstrasse – wir haben nachgefragt, wie man sich so fühlt mit einem edlen Kastanienkrönchen auf dem Kopf.

Waldliebhaber.de: Zunächst erst einmal „Herzlichen Glückwunsch“ zu Ihrer erfolgreichen Wahl! Natürlich würden wir am Anfang gerne einmal wissen, wie man überhaupt zur Kastanienprinzessin wird: spielte bei Ihnen eher der Zufall mit, oder wollten Sie sich vielleicht schon immer einmal für das Amt der Keschdeprinzessin bewerben?

- Die neue Kastanienprinzessin Melanie I. Melanie I.: Dankeschön! Meine beste Freundin Hannah Münster war 2011/2012 die Keschdeprinzessin von Annweiler. Ich war auf mehreren Terminen von ihr mit dabei und fand es immer toll und wusste, dass ich das auch irgendwann mal gerne machen möchte.

Waldliebhaber.de: Sie sind auch noch als Tänzerin in der Trifelsgarde und Schautanzgruppe des Karnevalverein Annweiler am Trifels aktiv, spielen Klavier, und müssen auch noch das G9 am Trifelsgymnasium in Annweiler stemmen – wird sich das alles so einfach miteinander vereinbaren lassen oder haben Sie schon ein bisschen überlegen müssen, bevor Sie sich dann für das Prinzessinnen-Amt beworben haben?

Melanie I.: Natürlich habe ich am Anfang erst einmal überlegen müssen, jedoch sind die meisten Termine an den Wochenenden und somit lässt sich das alles gut vereinbaren.

Waldliebhaber.de: Bitte erzählen Sie einmal, wie ist es Ihnen denn am Krönungstag, dem 5. Oktober, auf dem Annweiler Keschdefest ergangen?

 - Kastanienprinzessin Melanie I. (3.v.l.) zusammen mit der Weinprinzessin der Südlichen Weinstraße Katharina Diehl, Bürgermeister Kurt Wagenführer, Stadtbürgermeister Thomas Wollenweber, ehemalige Kastanienprinzessin Selma I., Kreisbeigeordneter Nicolai Schenk (v.l.n.r.).Melanie I.: Das Wetter war an diesem Tag leider nicht so schön! Anfangs dachte ich, dass überhaupt niemand kommen würde, doch als ich auf dem Fest ankam, waren dort viele Leute! Ich war fassungslos und völlig erstaunt, dass trotz des schlechten Wetters so viele Leute gekommen sind, um sich die Abkrönung von Selma und die Krönung von mir anzuschaun. Ich war total nervös, da ich eine Eröffnungsrede halten musste und ich das zuvor noch nie gemacht hatte. Alle meine Freunde waren da und warteten auf meine Krönung. Sie unterstützten mich, und ich war froh, als ich die Rede hinter mir hatte und endlich Keschdeprinzessin 2013/2014 war!

Waldliebhaber.de: Gleich nach der Wahl hatten sie ja bereits Ihre ersten Auftritte, auf dem Winzerfestumzug in Neustadt und auf dem Keschdemarkt in Edenkoben – wie war es für Sie, wie fühlen Sie sich mit dem neuen Kastanienkrönchen auf dem Kopf?

 - Winzerfestumzug Neustadt (v.l.n.r.: ehem. Kastanienprinzessin Selma I. Nadina Poss, dt. Weinkönigin und neue Kastanienprinzessin Melanie I.)Melanie I.: Auf meinem ersten Termin in Edenkoben war ich sehr nervös, da ich den Keschdemarkt auch eröffnen sollte, und noch keine anderen Prinzessinnen kannte. Aber als ich dort ankam, empfingen mich alle herzlich, sodass ich mich direkt wohlgefühlt habe und die Nervosität wieder verflog. Auf dem Winzerfestumzug in Neustadt war ich mit meiner Vorgängerin Selma der I., die auch eine gute Freundinn von mir ist. Wir hatten beide sehr viel Spaß und lernten sogar die deutsche Weinkönigin Nadine Poss kennen. Nachdem ich letztes Wochenende auch auf der Offerta in Karlsruhe sein durfte, kann ich sagen, dass ich mich in meinem Amt sehr wohl fühle und es mir viel Spaß macht das Trifelsland zu repräsentieren!

Waldliebhaber.de: Als Kastanienprinzessin kennen sie die Welt der Kastanie sicher ganz genau. Wie sind Sie denn selber mit der Kastanie aufgewachsen, haben Sie vielleicht schon als kleines Kind mit Ihren Eltern den beliebten Pfälzer Keschdeweg erwandert oder das Keschdefest besucht?

 - Die neue Kastanienprinzessin 2013/14, Melanie IMelanie I.: Früher bin ich immer mit meinen Eltern wandern gegangen und wir haben dabei oft im Herbst zusammen Kastanien gesammelt, die wir dann abends gemeinsam gekocht und gegessen haben. Wenn wir einmal zu viel hatten, haben Hannah und ich sie an der Straße verkauft und somit ein bisschen Taschengeld verdient.

 

 

Waldliebhaber.de: Die Kastanientage laufen bei Ihnen ja offiziell noch bis zum 15. November, in vielen Restaurants, Cafés und Weinstuben der Südpfalz können die Gäste derzeit leckere Kastanienspezialitäten kosten. Verraten Sie uns zum Schluss noch Ihre ganz persönlichen Keschde-Highlights oder -Schlemmereien?

Melanie.I.: Ja genau, das stimmt! Mein persönliches Keschde-Highlight sind die Keschdeknödel mit Specksoße und der Keschdeflammkuchen!

Waldliebhaber.de: Vielen Dank für das Gespräch und viel Spaß als neue Keschdeprinzessin 2013/14!

 

Das Gespräch führte Gudrun Opladen von Waldliebhaber.de

 

 

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